Herzlich Willkommen auf der Homepage der Waldhof-Krauts 06, dem ehemaligen Pro-Waldhof-Fanclub-Turniersieger!

10.05.12
Schiffsfahrt nach Worms
(wy) Die Vorzeichen waren denkbar ungünstig. Im Jahr, in dem sich der Untergang der Titanic zum 100. Mal jährt und zudem im Mittelmeer ein Kreuzfahrtschiff auf tragische Weise auf Grund gesetzt wurde, wagten sich fünf Mitglieder des Waldhof-Fan-Clubs „Krauts 06“ doch auf das nasse Element. Mit weiteren 200 Anhängern des blau-schwarzen Traditionsvereins startete in Heidelberg eine Schiffsfahrt, die das Auswärtsspiel des SV Waldhof bei Wormatia Worms als Ziel haben sollte. Um 9 Uhr hieß es dann also am Ableger in Heidelberg einschiffen und so ging es gut verpflegt für drei Stunden über Neckar und Rhein in die Nibelungenstadt. Dass es aufgrund der tiefliegenden Brücken auf dem Neckar zu der ein oder anderen Beule eines an Deck weilenden Anhängers kam – die „Krauts“ blieben hingegen verschont – war eigentlich bereits im Vorfeld fast schon zu erwarten. Dennoch war die Fahrt aufgrund der guten Beziehungen untereinander harmonisch und kurzweilig, ein deftiges Frühstück an Bord sorgte für das leibliche Wohl. In Worms angekommen ging es dann zu Fuß durch die Innenstadt in Richtung Wormatia-Stadion, wo sich dann eine halbe Stunde vor Spielbeginn die Schleusen zu öffnen begannen. Man wähnte sich fast schon in Südostasien zur Monsun-Zeit und so trauerten einige Zuschauer im Gästeblock dem überdachten Heimstadion etwas nach. Der Stimmung tat das Nass, dass im Gegensatz zur Schiffsfahrt nun von oben und nicht von unten kam, keinen Abbruch. Da die beiden Fan-Gruppierungen von Waldhof und Worms eine enge Freundschaft pflegen, war der 1:1-Endstand dann auch ein gerechtes und harmonisches Vorspiel für die anschließende gemeinsame Feier. Die „Krauts“ machten sich hingegen nach Spielende mit ihren durchnässten Klamotten auf dem Weg Richtung Bahnhof und schlugen am frühen Abend wieder in Friedrichsfeld auf.
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"Krauts" verfehlen am Ende ihr Ziel - England-Tour 2011, Teil 3
(wy) Nachdem die sieben „Krauts“ das Spiel Corpus Christi FC gegen Halfway House FC zur Halbzeit beim scheinbar uneinholbaren Stand von 3:1 recht eiligst verlassen mussten, ging es per Taxi auf direktem Wege zum Stadion Elland Road, wo am frühen Nachmittag Leeds United den walisischen Klub Cardiff City in der zweiten englischen Liga empfing. Da beide Mannschaften in Tuchfühlung zur Tabellenspitze rangieren, war ein gutklassiges Zweitligaspiel zu erwarten. Nachdem die Eintrittskarten abgeholt wurden und dem aus allen Nähten platzenden Fanshop eine kurze Visite abgestattet wurde, ging es noch zu einem Einstimmungsgetränk in ein gegenüberliegendes Pub. Als es so richtig zu kribbeln begann, zog der Tross weiter zur Westtribüne, wo die Plätze der „Krauts“ auf wärmende Gesäße warteten. Während sich der ein oder andere in den Katakomben noch mit Pastete, Hot Dogs oder Burger ein zweites Frühstück bescherte, nutzten andere die letzten Möglichkeiten, Fotos vom Stadion zu machen. Denn hier erlebten die Friedrichsfelder ein bislang noch nicht da gewesenes Novum: Während des Spiels durften keine Fotos gemacht werden. Die beiden Kontrahenten boten dann ein kurzweiliges Spiel, die Unterstützung der Heim-Fans stand für eine der besten Stimmungen, die die „Krauts“ bislang auf England-Reisen erlebt hatten. Leeds’ Robert Snodgrass egalisierte in der 73. Minute die Führung der Gäste durch Joe Mason und so offenbarte sich eine sehr spannende Schlussphase, in der jedoch kein weiterer Treffer mehr gelingen sollte. Nach dem Spiel lösten sich die Menschenmassen recht schnell in alle Richtungen auf, die „Krauts“ nutzten den Shuttle-Bus für den Transport ins Stadtzentrum, wo noch ein kleiner Abschlussbummel in die sonntagsgeöffnete und belebte Einkaufsmeile folgte. So manches Geschenk für die Daheimgebliebenen landete da schon im Tütchen, ehe es mit dem Zug zurück nach London ging. Am Bahnhof St. Pancras angekommen, unternahmen die beiden Taxifahrer der „Krauts“ noch eine nächtliche Stadtführung ins 20 Minuten entfernte Stratford, wo sich die Unterkunft für die letzte Nacht befand. Recht spontan und ohne Umwege ging es nach dem Check-In gleich mit der Bahn zurück ins Zentrum zur Liverpool Street, wo das Abschlussgetränk genommen wurde. In den frühen Morgenstunden ging bereits der Bus von Stratford zum Flughafen Stansted, wo die Maschine die Gruppe mit ihren Andenken und zahlreichen positiven Erinnerungen abhob. Da der Flughafen in Hahn aufgrund von starkem Bodennebel gesperrt war, musste das Flugzeug nach Saarbrücken umgeleitet werden. Mit Transferbussen ging es von dort zurück nach Hahn, wo sich die „Krauts“ auf zwei Autos verteilten und die Heimreise Richtung Mannheim antraten. Kaum zu Hause angekommen, kreisen bereits die Gedanken über die Ziele der nächsten Tour, denn eines ist sicher: In den bisherigen fünf Ausritten der „Krauts“ auf die Insel hat bisher alles fast minutiös geklappt. --> Weitere Bilder unter Touren
"Krauts" erleben Top-Fußball auf Kreisebene - England-Tour 2011, Teil 2
(wy) Der Tag zwei der England-Reise der sieben „Krauts“ begann mit einigen Unwägbarkeiten. Nicht alleine die eine Stunde Zeitverschiebung zwischen Deutschland und der Insel machte dem ein oder anderen zu schaffen. Auch die gleichzeitige Zeitumstellung auf Winterzeit veranlasste einen Teil der Gruppe, bereits eine Stunde zu früh im Frühstückssaal des Hotels mit den Fingern auf den Tisch zu klopfen. Die Reaktion des Rezeptionisten war eindeutig: Im selben Rhythmus, wie die „Krauts“ auf den Tisch klopften, tippte dieser sich an die Stirn – alles aber natürlich in einer ironisch-humorvollen Art und Weise. Anderen wiederum gelang es, die eine Bonus-Stunde, die die Zeitumstellung mitbrachte, fast noch zu verschlafen. Und schließlich gab es auch noch einen weiteren Reisenden, der für seine Allergie gegen Hotelduschen bekannt ist, und es schaffte, an diesem Tag zweimal unter die Brause zu springen. Trotz des Kuriositätenkabinetts gelang es dennoch, dass die Fußball-Fans das Hotel pünktlich wie geplant verließen. Die Reisegruppe hatte dem Kultur-Beauftragten Andre Schleichert die Leitung übergeben und dabei die Möglichkeit eingeräumt, zwei Stunden für eine Führung durch die Altstadt von Leeds aufzuwenden. Mit einer ungeheuren Zielsicherheit und einem fundierten und breiten Wissen bis hin zur detailliertesten Jahreszahl zog Andre Schleichert den Tross durch das sonntagmorgendliche und stark ausgedünnte Leeds, das entgegen seines Rufs ein äußerst attraktives Stadtzentrum vorzuweisen hat. Der Weg führte vom Hotel über die Park Lane direkt zum Alten Rathaus, das zwischen 1853 und 1858 erbaut wurde. Vorbei an der Stadtbücherei ging es dann über den Millennium Square zum Neuen Rathaus (Leeds Civic Hall), das am 23. August 1933 von König George IV. eingeweiht wurde. Markenzeichen dieses Gebäudes sind die beiden vergoldeten Eulen an den Turmspitzen, die das Wahrzeichen der Stadt Leeds darstellen. Neben zahlreichen weiteren Zwischenstopps blieben als Hauptattraktion der Besuch der Leeds Bridge über den Fluss Aire. Hier bot sich ein besonderes Schauspiel, denn kurz zuvor hatte ein Motorradfahrer am Mittelstreifen einen übergroßen Blumenkübel gerammt und Erde über die gesamte Fahrbahn verteilt. Letzte Attraktion des unnachahmlichen Kultur-Programms bildete der Besuch des Corn Exchange, in dem an diesem Sonntag morgen eine Schallplattenbörse ausgerichtet wurde. Von hier mit neuen Klängen auf schwarzen Scheiben ausgestattet, ging es dann mit dem Taxi zum Temple Newsam Park, einer außerhalb des Stadtzentrums gelegenen Naherholungsanlage. In diesem Park befindet sich auch die Heimspielstätte des lokalen Kreisklassenvereins Corpus Christi FC, der an diesem Morgen den Klub Halfway House FC zum Punktspiel empfing. Da die „Krauts“ ihr Kommen bereits angekündigt hatten, wurden sie auch sehr herzlich begrüßt und aufgenommen. Um es vorweg zu nehmen: Die Friedrichsfelder blieben die einzigen Zuschauer dieser Partie, die sinnbildlich für den britischen „Straßenfußball im Park“ steht. Die Mannschaften spielen in einem offiziellen Ligasystem, treten aber an öffentlichen Stätten an und verlangen keine Eintrittsgelder. Die Ernsthaftigkeit der Aufgabe stellten die „Krauts“ dann im Vorfeld auch etwas in Frage, denn der ein oder andere Akteur wärmte sich mehr an der Zigarette vor dem Anstoß auf, denn in Lauf- und Dehnungsübungen. Nichtsdestotrotz erfolgte vom Trainer der Heimmannschaft die Aufforderung an jeden einzelnen Spieler, die deutschen Fußball-Reisenden per Handschlag zu begrüßen. Und so drückten die „Krauts“ auch dem Corpus Christi FC eifrig die Daumen, was sich bald in Zählbarem niederschlagen sollte. Blitzschnell lagen die Gastgeber auf dem schwer bespielbaren Rasengeläuf mit 1:0 in Führung, ehe eine Einlage des Torhüters von Halfway House für das 2:0 und beste Unterhaltung sorgte. Schließlich unterlag er dem Versuch, einen 20-Meter-Kracher mit dem Fuß zu stoppen. Die Schwerkraft siegte dann letztlich doch und der Ball zischte unter dem Fuß des Schlussmannes, der seinen Torhüter-Zenit wohl auch schon überschritten haben dürfte, hindurch ins Netz. Das 3:0 wenig später ließ den Eindruck erwecken, die Partie sei bereits entschieden. Und so mutierte der Anschlusstreffer mit dem Halbzeitpfiff scheinbar nur zu einem kleinen Schönheitsfleck. Leider mussten sich die „Krauts“ zu diesem Zeitpunkt vom Spielgeschehen verabschieden, da die Live-Partie des Tages zwischen Leeds United und Cardiff City bereits einen verfrühten Anstoß erforderte. Erst zwei Tage später aus dem Internet erfuhren die Friedrichsfelder, dass sich Corpus Christi FC – der Klub ist nach einer gleichnamigen Grundschule benannt – noch zwei Treffer einschenken ließ und am Ende ein 3:3 stand. Die Unterstützung der „Krauts“ hat wohl doch gefehlt. Als Erinnerung erhielten die „Krauts“ aber ein Trikot des Vereins, das offiziell übergeben wurde – eine schöne Geste.--> Weitere Bilder unter Touren
Start der Jubiläumstour in West Ham - England-Tour 2011, Teil 1
(wy) Der Waldhof-Fanclub "Krauts" feiert in diesem Spätjahr sein fünfjähriges Bestehen. Und was liegt da näher, als dieses kleine Jubiläum bei einem Ausflug auf die britische Insel zu begehen, schließlich war der Fußball im Mutterland des runden Leders eine Intention für die Namensgebung des Waldhof-Fanclubs. Und somit hieß es eben zum fünften Mal, mit dem Flugzeug den Ärmelkanal zu überqueren. Samstag morgens um kurz nach 3 Uhr startete für sechs "Krauts" das Abenteuer, ein weiterer Reisender hatte durch den Präsidentenbonus die Freiheit, seine Untertanen zwanzig Minuten in der Kälte auf sich warten zu lassen. Bestens versorgt wurden die sieben Reisenden erneut von deren Sponsor "Feinkost Schleichert", der wieder für das Dessert vor dem Frühstück gesorgt hatte. Vom Flughafen Hahn aus wurde gestartet Richtung Stansted, von dort wie üblich per Bahn das Herz von London angesteuert. Hauptziel des ersten Tages war der Osten Londons, wo der Traditionsklub und heutige Zweitligist West Ham United beheimatet ist. Bereits an der U-Bahn-Station Plaistow entstiegen die sieben Friedrichsfelder, bisherige Rekordzahl an Teilnehmern bei einer England-Tour, dem Verkehrsmittel und erkundeten die Region im weiteren Gürtel rund um das Stadion. Plaistow ist ein Londoner Stadtteil, der sich derzeit im Umbruch befindet und von einer großen ethnischen Streuung geprägt ist. Die Stadtoberen hoffen, dieser Region von London durch die anstehenden Olympischen Spiele (2012), die im benachbarten Stratford über die Bühne gehen, eine Aufwertung zu bescheren. Da es noch früh am Tag war, konnte Plaistow, das grenzlos in den Stadtteil West Ham übergeht, nahezu unbehelligt durchschritten werden. Einige der Reisenden taten sich beim Überqueren der Straßen aufgrund des Linksverkehrs noch recht schwer und ein ums andere Mal geriet die Teilnehmerzahl ernsthaft in Gefahr, entscheidend dezimiert zu werden. Nichtsdestotrotz erreichten dennoch alle "Krauts" das Stadionumfeld und nach einem kurzen Zwischenstopp im riesigen Vereinsshop blieb letztlich sogar die Zeit, einen nahegelegenen Wochenmarkt (Queens Market) aufzusuchen, der mit kulinarischen und fangfrischen Leckereien und handwerklichen Schmuckstücken aufwarten konnte. Nicht nur einmal zuckten die "Krauts" die Finger, um sich hier einzudecken, doch der bevorstehende Stadionbesuch und die Vernunft blockten dann doch. Von diesen Eindrücken geprägt ging es in das Pub "Duke of Edinburgh", wo das Einstiegs-Guinness für dieses Wochenende und damit die Dunkelbier-Taufe für den England-Tour-Neuling Lukas Belovic erfolgte. Weiter ging es in die Kneipe der Heimfans "The Boleyn", wo schon beste Fußballstimmung herrschte und sich die West Ham-Anhänger beim Live-Spiel FC Everton gegen Manchester United einstimmten. Nach einem weiteren Abstecher im "The Queens" ging es dann in das Stadionrund, das traditionell-britisch inmitten eines Wohngebietes liegt. Im Oberrang der Hintertortribüne nahmen die Waldhof-Fans dann im mit 30.410 Zuschauern bestens gefüllten Stadion "Upton Park" Platz. Die Gastgeber, die sich inzwischen in der Tabellenspitze der 2. Liga eingefunden haben, behielten gegen Leicester City mit 3:2 die Oberhand und insbesondere in der zweiten Halbzeit offenbarte sich ein spannendes und kurzweiliges Spiel. Dennoch musste der ein oder andere der Reisenden während des Spiels dem langen Tag Tribut zollen und kämpfte gegen die sichtlich mit Blei gefüllten Augenlider stärker an als gegen das Bier zuvor. Von den vielen Eindrücken nahezu erschlagen, machten sich die "Krauts" nach der Partie auf in Richtung U-Bahn-Station. Der Gastronomie-Beauftragte des Fanclubs, Andre Schleichert, führte das Team noch zu den traditionellen Fish & Chips in ein einladendes Bistro nahe der U-Bahn-Station. Danach ging es per U-Bahn wieder zurück zum Bahnhof Kings Cross, von wo der Abendzug noch Richtung Leeds in Zentralengland, der zweiten Station dieser England-Tour, ablegte. Abends, um kurz vor Mitternacht, erreichten die "Krauts" dann ihr Hotel in Leeds und hatten auf dem Fußweg dorthin sehr amüsante Begegnungen mit den voll auf Helloween eingestellten Engländern. Manch einer der "Krauts" hatte es an diesem Tag aber trotz 21 Stunden Aktivität geschafft, mehr zu schlafen als wach zu sein.
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Saisonauftakt in Ingolstadt
(wy) Nachdem der Waldhof-Fanclub „Krauts“ in der Sommerpause zu seiner zweiten Luxemburg-Tour aufgebrochen war, ist nun der Ligaalltag zurückgekehrt. In einer neuen Liga ging nach dem Aufstieg die erste Fahrt gleich ins tiefe Bayern zum FC Ingolstadt 04 II. Mit der aus Mannheim stammenden, aber über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Catering-Firma „Feinkost Schleichert“ haben die Mitglieder einen Privat-Sponsor gefunden, der für die Verpflegung auf der gesamten dreistündigen Autofahrt Sorge getragen hat. Und so ging es mit belegten Brötchen, Keksen und anderen Süßwaren im Gepäck Richtung Freistaat. Der Historienbeauftragte des Fanclubs, Andre Schleichert, versorgte die vier Mitreisenden per Vortrag mit allerhand Wissenswertem über die Karthager und ihrer Schlacht gegen die Römer und stellte damit sein breites Vollwissen unter Beweis. In Ingolstadt angekommen standen die Waldhof-Reisenden noch vor verschlossenen Stadiontoren, doch schon wenig später konnten sie bei bestem Fußballwetter eingelassen werden. Das Spiel fand im nostalgischen, altehrwürdigen ESV-Stadion statt, wo noch urtümliche Fußballluft geschnuppert werden kann. Der klare 3:0-Erfolg des Waldhof-Teams tat sein Übriges für beste Stimmung im Fanblock und auf der Heimfahrt. In den frühen Abendstunden kehrten die fünf Friedrichsfelder dann siegesgesättigt und wohlgenährt nach Mannheim zurück. --> Bilder vom Spiel unter Bildergalerie letztes Spiel
Luxemburg-Tour 2011
(wy) Vor einem Jahr haben die Anhänger des Waldhof-Fan-Clubs „Krauts 06“ erstmals eine UEFA-Pokal-Fahrt nach Luxemburg unternommen und damit eine neue Tradition begründet. Und so kam es, dass die vierköpfige Gruppe auch in diesem Jahr der ersten Qualifikationsrunde im kleinen Nachbarland die Aufwartung machte. Das Ziel der Reise lautete dieses Mal Esch-sur-Alzette, die mit knapp 29.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt des Königreiches. Nach etwas mehr als zwei Stunden Fahrt hieß die erste Etappe des Ausflugs allerdings Kayl, wo das recht einfache Stadion des Erstligaaufsteigers Union Kayl-Tétange besichtigt wurde. Von hier aus erfolgte dann der zweite Teil des sogenannten Trockenhoppings, also das Besuchen eines leeren Fußballstadions ohne auszutragende Partie. Das Heimstadion des CS Fola Esch, das Stade Emile Mayrisch, bot hierbei hingegen schon mehr Sehenswertes als das kleine Rund der Nachbarstadt Kayl. Anschließend ging es dann in die Fußgängerzone von Esch-sur-Alzette, die eine überraschend belebte Einkaufsstraße mit attraktiven Geschäften bot. Doch das Shoppen war nicht Hauptgrund dieses Ausflugs und so ging es im Gefolge des Kulturbeauftragten Andre Schleichert auf die Sightseeing-Route. Erste Station war das Rathaus von Esch-sur-Alzette, das monumental über dem neu gestalteten und erst 2008 wieder freigegebenen gepflasterten Rathausplatz thront. Das Rathaus, wie es heute steht, wurde 1937 eingeweiht und bietet mit dem sich davor befindlichen Platz eine tolle Kulisse für Veranstaltungen wie Festivals, Weihnachtsmarkt oder Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag. Bereits vom Rathausplatz erblickt man die neugotische Turmspitze der St.Joseph-Kirche, die von dem Architekten Charles Arendt von 1873 bis 1877 erbaut wurde. Die Hauptfassade ist eine Variante der heiligen Zahl Drei und erinnert an die heilige Dreifaltigkeit. Mit seinem besten Wissen und kompetent vorbereitet führte der Kulturbeauftragte des Fan-Clubs, Andre Schleichert, seine Mitstreiter durch die Straßen und die Kirche von Esch-sur-Alzette, ehe am späten Nachmittag der Weg zum Stadion „Op der Grenz“ führte. Als wäre an diesem Tag der große Waschtag ausgerufen worden, präsentierten sich auf dem Straßen Richtung Fußballstätte zahlreiche Vorgärten mit prallgefüllten Wäscheleinen. Fast schien es so, als wollte die weiß gebleichte Wäsche symbolisch die weiße Fahne für die im Hinspiel deutlich unterlegenen Luxemburger von CS Fola Esch darstellen. Die Amateurkicker mussten in der Vorbegegnung ein klares 0:4 bei IF Elfsborg Borås aus Schweden hinnehmen und begannen das Rückspiel auch mit einer klaren Schadensbegrenzungsstrategie. Nicht verwunderlich, dass es gegen Ende der ersten Halbzeit auch erstmals im Escher Gehäuse einschlug. Mit der sicheren Führung und dem nahezu schon uneinholbaren Vorsprung im Rücken, schalteten die Gäste einen Gang zurück und überließen den Luxemburgern dann auch noch den Ehrentreffer. 1:1 hieß es am Ende vor 703 Zuschauern und mit tollen Eindrücken im Gepäck ließen die „Krauts“ dann Esch-sur-Alzette hinter sich, bis es im Juli 2012 wieder heißen wird: Luxemburg-Tour, Teil 3. --> Weitere Bilder unter Touren
Waldhof steigt auf
(wy) Nach einem fulminanten 6:0-Heimsieg gegen den FV Illertissen, der sich an diesem Samstag nachmittag seinem Schicksal bereits frühzeitig ergeben hatte, hat der SV Waldhof den Aufstieg in die Regionalliga perfekt gemacht. Daniel Reule mit einem Hattrick sowie Hans Kyei, Oliver Malchow und Vllaznim Dautaj machten das halbe Dutzend voll.
20.05.11
"Krauts" bei Städtepartnerschaft-Jubiläum
(wy) Im Rahmen der „Europawoche 2011“ hatte die Stadt Mannheim im Mai zu einer Feierstunde hinsichtlich des 20-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Bydgoszcz – Mannheim geladen. Mit dabei waren auch zwei Vertreter des Waldhof-Fanclubs „Krauts“ aus Friedrichsfeld, die sich hinsichtlich der Städtepartnerschaften Mannheims im Jahr 2010 verdient gemacht haben. Bei ihrer Fußball-Reise hat der Fanclub im November 2010 die walisische Stadt Swansea besucht und bei einem Ligaspiel des dortigen Zweitligisten in offizieller Funktion Präsente vom SV Waldhof und der Stadt Mannheim überreicht. Als Botschafter der Stadt Mannheim waren die „Krauts“ somit auch geladen, bei den Feierlichkeiten zum Jubiläum mit der polnischen Stadt Bydgoszcz in der Mannheimer Kunsthalle zugegen zu sein. „Seit dem 26. November 1991 ist es auch von Bydgoszcz nach Mannheim nicht mehr weit – und zwar durch die Städtepartnerschaft, insbesondere jedoch und vor allem mental durch die zahlreichen Kontakte zwischen den Bürgern unserer beiden Städte,“ hatte der Vizepräsident der Stadt Bydgoszcz, Jan Szopiński in seiner Festrede betont. Für die „Krauts“, die ihren Finanzabgeordneten Oliver Niegel und den Sicherheitsbeauftragten Andre Schleichert entsandt hatten, war es eine Ehre, der Feierstunde beizuwohnen. Nach dem offiziellen Teil mit den Reden der beiden Stadtoberhaupte Dr. Peter Kurz (Mannheim) und Jan Szopiński (Bydgoszcz) sowie den Grußworten von Majid Khoshlessan (Vorsitzender des Fördervereins Städtepartnerschaften Mannheim) und Gisela Medzeg (Vorsitzende Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim) und musikalischen Umrahmungen, hatten die beiden Friedrichsfelder dann auch noch Gelegenheiten, persönliche Kontakte mit der polnischen Seite zu knüpfen und einen eventuellen Besuch des Fanclubs in der polnischen Stadt anzudeuten. Dass dabei die Sprache auch auf die alten Waldhof-Haudegen Dariusz Pasieka und Andrzej Kobylanski fiel, war nicht verwunderlich und abschließend konnten die „Krauts“ auch noch einen Wimpel ihres Fanclubs mit in die polnische Stadt schicken.
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