Startseite

News

Der Fanclub

Bildergalerie Letztes Spiel

Touren

Impressum
Touren

England-Tour 2011


1. West Ham United FC - Leicester City FC  3:2   (29.10.2011)   Upton Park

(wy) Der Waldhof-Fanclub "Krauts" feiert in diesem Spätjahr sein fünfjähriges Bestehen. Und was liegt da näher, als dieses kleine Jubiläum bei einem Ausflug auf die britische Insel zu begehen, schließlich war der Fußball im Mutterland des runden Leders eine Intention für die Namensgebung des Waldhof-Fanclubs. Und somit hieß es eben zum fünften Mal, mit dem Flugzeug den Ärmelkanal zu überqueren. Samstag morgens um kurz nach 3 Uhr startete für sechs "Krauts" das Abenteuer, ein weiterer Reisender hatte durch den Präsidentenbonus die Freiheit, seine Untertanen zwanzig Minuten in der Kälte auf sich warten zu lassen. Bestens versorgt wurden die sieben Reisenden erneut von deren Sponsor "Feinkost Schleichert", der wieder für das Dessert vor dem Frühstück gesorgt hatte. Vom Flughafen Hahn aus wurde gestartet Richtung Stansted, von dort wie üblich per Bahn das Herz von London angesteuert. Hauptziel des ersten Tages war der Osten Londons, wo der Traditionsklub und heutige Zweitligist West Ham United beheimatet ist. Bereits an der U-Bahn-Station Plaistow entstiegen die sieben Friedrichsfelder, bisherige Rekordzahl an Teilnehmern bei einer England-Tour, dem Verkehrsmittel und erkundeten die Region im weiteren Gürtel rund um das Stadion. Plaistow ist ein Londoner Stadtteil, der sich derzeit im Umbruch befindet und von einer großen ethnischen Streuung geprägt ist. Die Stadtoberen hoffen, dieser Region von London durch die anstehenden Olympischen Spiele (2012), die im benachbarten Stratford über die Bühne gehen, eine Aufwertung zu bescheren. Da es noch früh am Tag war, konnte Plaistow, das grenzlos in den Stadtteil West Ham übergeht, nahezu unbehelligt durchschritten werden. Einige der Reisenden taten sich beim Überqueren der Straßen aufgrund des Linksverkehrs noch recht schwer und ein ums andere Mal geriet die Teilnehmerzahl ernsthaft in Gefahr, entscheidend dezimiert zu werden. Nichtsdestotrotz erreichten dennoch alle "Krauts" das Stadionumfeld und nach einem kurzen Zwischenstopp im riesigen Vereinsshop blieb letztlich sogar die Zeit, einen nahegelegenen Wochenmarkt (Queens Market) aufzusuchen, der mit kulinarischen und fangfrischen Leckereien und handwerklichen Schmuckstücken aufwarten konnte. Nicht nur einmal zuckten die "Krauts" die Finger, um sich hier einzudecken, doch der bevorstehende Stadionbesuch und die Vernunft blockten dann doch. Von diesen Eindrücken geprägt ging es in das Pub "Duke of Edinburgh", wo das Einstiegs-Guinness für dieses Wochenende und damit die Dunkelbier-Taufe für den England-Tour-Neuling Lukas Belovic erfolgte. Weiter ging es in die Kneipe der Heimfans "The Boleyn", wo schon beste Fußballstimmung herrschte und sich die West Ham-Anhänger beim Live-Spiel FC Everton gegen Manchester United einstimmten. Nach einem weiteren Abstecher im "The Queens" ging es dann in das Stadionrund, das traditionell-britisch inmitten eines Wohngebietes liegt. Im Oberrang der Hintertortribüne nahmen die Waldhof-Fans dann im mit 30.410 Zuschauern bestens gefüllten Stadion "Upton Park" Platz. Die Gastgeber, die sich inzwischen in der Tabellenspitze der 2. Liga eingefunden haben, behielten gegen Leicester City mit 3:2 die Oberhand und insbesondere in der zweiten Halbzeit offenbarte sich ein spannendes und kurzweiliges Spiel. Dennoch musste der ein oder andere der Reisenden während des Spiels dem langen Tag Tribut zollen und kämpfte gegen die sichtlich mit Blei gefüllten Augenlider stärker an als gegen das Bier zuvor. Von den vielen Eindrücken nahezu erschlagen, machten sich die "Krauts" nach der Partie auf in Richtung U-Bahn-Station. Der Gastronomie-Beauftragte des Fanclubs, Andre Schleichert, führte das Team noch zu den traditionellen Fish & Chips in ein einladendes Bistro nahe der U-Bahn-Station. Danach ging es per U-Bahn wieder zurück zum Bahnhof Kings Cross, von wo der Abendzug noch Richtung Leeds in Zentralengland, der zweiten Station dieser England-Tour, ablegte. Abends, um kurz vor Mitternacht, erreichten die "Krauts" dann ihr Hotel in Leeds und hatten auf dem Fußweg dorthin sehr amüsante Begegnungen mit den voll auf Helloween eingestellten Engländern. Manch einer der "Krauts" hatte es an diesem Tag aber trotz 21 Stunden Aktivität geschafft, mehr zu schlafen als wach zu sein.
  

  

  

  

  


2. Corpus Christi FC - Halfway House FC  3:2   (30.10.2011)   Temple Newsam Park #9

(wy) Der Tag zwei der England-Reise der sieben „Krauts“ begann mit einigen Unwägbarkeiten. Nicht alleine die eine Stunde Zeitverschiebung zwischen Deutschland und der Insel machte dem ein oder anderen zu schaffen. Auch die gleichzeitige Zeitumstellung auf Winterzeit veranlasste einen Teil der Gruppe, bereits eine Stunde zu früh im Frühstückssaal des Hotels mit den Fingern auf den Tisch zu klopfen. Die Reaktion des Rezeptionisten war eindeutig: Im selben Rhythmus, wie die „Krauts“ auf den Tisch klopften, tippte dieser sich an die Stirn – alles aber natürlich in einer ironisch-humorvollen Art und Weise. Anderen wiederum gelang es, die eine Bonus-Stunde, die die Zeitumstellung mitbrachte, fast noch zu verschlafen. Und schließlich gab es auch noch einen weiteren Reisenden, der für seine Allergie gegen Hotelduschen bekannt ist, und es schaffte, an diesem Tag zweimal unter die Brause zu springen. Trotz des Kuriositätenkabinetts gelang es dennoch, dass die Fußball-Fans das Hotel pünktlich wie geplant verließen. Die Reisegruppe hatte dem Kultur-Beauftragten Andre Schleichert die Leitung übergeben und dabei die Möglichkeit eingeräumt, zwei Stunden für eine Führung durch die Altstadt von Leeds aufzuwenden. Mit einer ungeheuren Zielsicherheit und einem fundierten und breiten Wissen bis hin zur detailliertesten Jahreszahl zog Andre Schleichert den Tross durch das sonntagmorgendliche und stark ausgedünnte Leeds, das entgegen seines Rufs ein äußerst attraktives Stadtzentrum vorzuweisen hat. Der Weg führte vom Hotel über die Park Lane direkt zum Alten Rathaus, das zwischen 1853 und 1858 erbaut wurde. Vorbei an der Stadtbücherei ging es dann über den Millennium Square zum Neuen Rathaus (Leeds Civic Hall), das am 23. August 1933 von König George IV. eingeweiht wurde. Markenzeichen dieses Gebäudes sind die beiden vergoldeten Eulen an den Turmspitzen, die das Wahrzeichen der Stadt Leeds darstellen. Neben zahlreichen weiteren Zwischenstopps blieben als Hauptattraktion der Besuch der Leeds Bridge über den Fluss Aire. Hier bot sich ein besonderes Schauspiel, denn kurz zuvor hatte ein Motorradfahrer am Mittelstreifen einen übergroßen Blumenkübel gerammt und Erde über die gesamte Fahrbahn verteilt. Letzte Attraktion des unnachahmlichen Kultur-Programms bildete der Besuch des Corn Exchange, in dem an diesem Sonntag morgen eine Schallplattenbörse ausgerichtet wurde. Von hier mit neuen Klängen auf schwarzen Scheiben ausgestattet, ging es dann mit dem Taxi zum Temple Newsam Park, einer außerhalb des Stadtzentrums gelegenen Naherholungsanlage. In diesem Park befindet sich auch die Heimspielstätte des lokalen Kreisklassenvereins Corpus Christi FC, der an diesem Morgen den Klub Halfway House FC zum Punktspiel empfing. Da die „Krauts“ ihr Kommen bereits angekündigt hatten, wurden sie auch sehr herzlich begrüßt und aufgenommen. Um es vorweg zu nehmen: Die Friedrichsfelder blieben die einzigen Zuschauer dieser Partie, die sinnbildlich für den britischen „Straßenfußball im Park“ steht. Die Mannschaften spielen in einem offiziellen Ligasystem, treten aber an öffentlichen Stätten an und verlangen keine Eintrittsgelder. Die Ernsthaftigkeit der Aufgabe stellten die „Krauts“ dann im Vorfeld auch etwas in Frage, denn der ein oder andere Akteur wärmte sich mehr an der Zigarette vor dem Anstoß auf, denn in Lauf- und Dehnungsübungen. Nichtsdestotrotz erfolgte vom Trainer der Heimmannschaft die Aufforderung an jeden einzelnen Spieler, die deutschen Fußball-Reisenden per Handschlag zu begrüßen. Und so drückten die „Krauts“ auch dem Corpus Christi FC eifrig die Daumen, was sich bald in Zählbarem niederschlagen sollte. Blitzschnell lagen die Gastgeber auf dem schwer bespielbaren Rasengeläuf mit 1:0 in Führung, ehe eine Einlage des Torhüters von Halfway House für das 2:0 und beste Unterhaltung sorgte. Schließlich unterlag er dem Versuch, einen 20-Meter-Kracher mit dem Fuß zu stoppen. Die Schwerkraft siegte dann letztlich doch und der Ball zischte unter dem Fuß des Schlussmannes, der seinen Torhüter-Zenit wohl auch schon überschritten haben dürfte, hindurch ins Netz. Das 3:0 wenig später ließ den Eindruck erwecken, die Partie sei bereits entschieden. Und so mutierte der Anschlusstreffer mit dem Halbzeitpfiff scheinbar nur zu einem kleinen Schönheitsfleck. Leider mussten sich die „Krauts“ zu diesem Zeitpunkt vom Spielgeschehen verabschieden, da die Live-Partie des Tages zwischen Leeds United und Cardiff City bereits einen verfrühten Anstoß erforderte. Erst zwei Tage später aus dem Internet erfuhren die Friedrichsfelder, dass sich Corpus Christi FC – der Klub ist nach einer gleichnamigen Grundschule benannt – noch zwei Treffer einschenken ließ und am Ende ein 3:3 stand. Die Unterstützung der „Krauts“ hat wohl doch gefehlt. Als Erinnerung erhielten die „Krauts“ aber ein Trikot des Vereins, das offiziell übergeben wurde – eine schöne Geste.

  

  

  

  

  


3. Leeds United FC - Cardiff City FC  3:2   (30.10.2011)   Elland Road

(wy) Nachdem die sieben „Krauts“ das Spiel Corpus Christi FC gegen Halfway House FC zur Halbzeit beim scheinbar uneinholbaren Stand von 3:1 recht eiligst verlassen mussten, ging es per Taxi auf direktem Wege zum Stadion Elland Road, wo am frühen Nachmittag Leeds United den walisischen Klub Cardiff City in der zweiten englischen Liga empfing. Da beide Mannschaften in Tuchfühlung zur Tabellenspitze rangieren, war ein gutklassiges Zweitligaspiel zu erwarten. Nachdem die Eintrittskarten abgeholt wurden und dem aus allen Nähten platzenden Fanshop eine kurze Visite abgestattet wurde, ging es noch zu einem Einstimmungsgetränk in ein gegenüberliegendes Pub. Als es so richtig zu kribbeln begann, zog der Tross weiter zur Westtribüne, wo die Plätze der „Krauts“ auf wärmende Gesäße warteten. Während sich der ein oder andere in den Katakomben noch mit Pastete, Hot Dogs oder Burger ein zweites Frühstück bescherte, nutzten andere die letzten Möglichkeiten, Fotos vom Stadion zu machen. Denn hier erlebten die Friedrichsfelder ein bislang noch nicht da gewesenes Novum: Während des Spiels durften keine Fotos gemacht werden. Die beiden Kontrahenten boten dann ein kurzweiliges Spiel, die Unterstützung der Heim-Fans stand für eine der besten Stimmungen, die die „Krauts“ bislang auf England-Reisen erlebt hatten. Leeds’ Robert Snodgrass egalisierte in der 73. Minute die Führung der Gäste durch Joe Mason und so offenbarte sich eine sehr spannende Schlussphase, in der jedoch kein weiterer Treffer mehr gelingen sollte. Nach dem Spiel lösten sich die Menschenmassen recht schnell in alle Richtungen auf, die „Krauts“ nutzten den Shuttle-Bus für den Transport ins Stadtzentrum, wo noch ein kleiner Abschlussbummel in die sonntagsgeöffnete und belebte Einkaufsmeile folgte. So manches Geschenk für die Daheimgebliebenen landete da schon im Tütchen, ehe es mit dem Zug zurück nach London ging. Am Bahnhof St. Pancras angekommen, unternahmen die beiden Taxifahrer der „Krauts“ noch eine nächtliche Stadtführung ins 20 Minuten entfernte Stratford, wo sich die Unterkunft für die letzte Nacht befand. Recht spontan und ohne Umwege ging es nach dem Check-In gleich mit der Bahn zurück ins Zentrum zur Liverpool Street, wo das Abschlussgetränk genommen wurde. In den frühen Morgenstunden ging bereits der Bus von Stratford zum Flughafen Stansted, wo die Maschine die Gruppe mit ihren Andenken und zahlreichen positiven Erinnerungen abhob. Da der Flughafen in Hahn aufgrund von starkem Bodennebel gesperrt war, musste das Flugzeug nach Saarbrücken umgeleitet werden. Mit Transferbussen ging es von dort zurück nach Hahn, wo sich die „Krauts“ auf zwei Autos verteilten und die Heimreise Richtung Mannheim antraten. Kaum zu Hause angekommen, kreisen bereits die Gedanken über die Ziele der nächsten Tour, denn eines ist sicher: In den bisherigen fünf Ausritten der „Krauts“ auf die Insel hat bisher alles fast minutiös geklappt.

  

  

  

  

  


  

Luxemburg-Tour 2011

CS Fola Esch - IF Elfsborg Boras  1:1  (07.07.11) Stadion Op der Grenz

(wy) Vor einem Jahr haben die Anhänger des Waldhof-Fan-Clubs „Krauts 06“ erstmals eine UEFA-Pokal-Fahrt nach Luxemburg unternommen und damit eine neue Tradition begründet. Und so kam es, dass die vierköpfige Gruppe auch in diesem Jahr der ersten Qualifikationsrunde im kleinen Nachbarland die Aufwartung machte. Das Ziel der Reise lautete dieses Mal Esch-sur-Alzette, die mit knapp 29.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt des Königreiches. Nach etwas mehr als zwei Stunden Fahrt hieß die erste Etappe des Ausflugs allerdings Kayl, wo das recht einfache Stadion des Erstligaaufsteigers Union Kayl-Tétange besichtigt wurde. Von hier aus erfolgte dann der zweite Teil des sogenannten Trockenhoppings, also das Besuchen eines leeren Fußballstadions ohne auszutragende Partie. Das Heimstadion des CS Fola Esch, das Stade Emile Mayrisch, bot hierbei hingegen schon mehr Sehenswertes als das kleine Rund der Nachbarstadt Kayl. Anschließend ging es dann in die Fußgängerzone von Esch-sur-Alzette, die eine überraschend belebte Einkaufsstraße mit attraktiven Geschäften bot. Doch das Shoppen war nicht Hauptgrund dieses Ausflugs und so ging es im Gefolge des Kulturbeauftragten Andre Schleichert auf die Sightseeing-Route. Erste Station war das Rathaus von Esch-sur-Alzette, das monumental über dem neu gestalteten und erst 2008 wieder freigegebenen gepflasterten Rathausplatz thront. Das Rathaus, wie es heute steht, wurde 1937 eingeweiht und bietet mit dem sich davor befindlichen Platz eine tolle Kulisse für Veranstaltungen wie Festivals, Weihnachtsmarkt oder Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag. Bereits vom Rathausplatz erblickt man die neugotische Turmspitze der St.Joseph-Kirche, die von dem Architekten Charles Arendt von 1873 bis 1877 erbaut wurde. Die Hauptfassade ist eine Variante der heiligen Zahl Drei und erinnert an die heilige Dreifaltigkeit. Mit seinem besten Wissen und kompetent vorbereitet führte der Kulturbeauftragte des Fan-Clubs, Andre Schleichert, seine Mitstreiter durch die Straßen und die Kirche von Esch-sur-Alzette, ehe am späten Nachmittag der Weg zum Stadion „Op der Grenz“ führte. Als wäre an diesem Tag der große Waschtag ausgerufen worden, präsentierten sich auf dem Straßen Richtung Fußballstätte zahlreiche Vorgärten mit prallgefüllten Wäscheleinen. Fast schien es so, als wollte die weiß gebleichte Wäsche symbolisch die weiße Fahne für die im Hinspiel deutlich unterlegenen Luxemburger von CS Fola Esch darstellen. Die Amateurkicker mussten in der Vorbegegnung ein klares 0:4 bei IF Elfsborg Borås aus Schweden hinnehmen und begannen das Rückspiel auch mit einer klaren Schadensbegrenzungsstrategie. Nicht verwunderlich, dass es gegen Ende der ersten Halbzeit auch erstmals im Escher Gehäuse einschlug. Mit der sicheren Führung und dem nahezu schon uneinholbaren Vorsprung im Rücken, schalteten die Gäste einen Gang zurück und überließen den Luxemburgern dann auch noch den Ehrentreffer. 1:1 hieß es am Ende vor 703 Zuschauern und mit tollen Eindrücken im Gepäck ließen die „Krauts“ dann Esch-sur-Alzette hinter sich, bis es im Juli 2012 wieder heißen wird: Luxemburg-Tour, Teil 3.

  


  

  

  

  

  

  

  



UK-Tour 2010



1. Swansea City FC - Portsmouth FC  1:2   (26.11.2010)   Liberty Stadium

(wy) Bereits im Jahr 1954 begannen die bürgerschaftlichen Kontakte zwischen der walisischen 230.000-Einwohner-Stadt Swansea und Mannheim, als erste Schülergruppen sich gegenseitig besuchten. Der Beginn der Partnerschaft zwischen Swansea und Mannheim wird auf den 2. April 1957 datiert, als der damalige Lord Mayor Libby Mannheim erstmals besuchte und an einer Sitzung des Mannheimer Gemeinderates teilnahm.
Nun ist eine neue Dimension der Beziehungen zwischen den beiden Städten entstanden. Der Waldhof-Fanclub „Krauts 06“ aus Friedrichsfeld hat es sich aufgrund dessen Faible für den britischen Fußballsport zur Tradition gemacht, einmal im Jahr einen Ausflug auf die Insel zu machen, um sich in Groundhopping-Manier mehrere Ligaspiele an einem Wochenende anzuschauen. Erstes Ziel der diesjährigen Reise war mit Swansea ausgerechnet die „Twin town“, wie es im Englischen liebevoll „Zwillingsstadt“ heißt. Bereits im Vorfeld hatten die fünf Mannheimer ihren Ausflug offiziell gemacht und sich sowohl bei der Stadt Mannheim als auch bei den beiden Fußballvereinen SV Waldhof und Swansea City FC angemeldet. Ohne zu zögern, stellte der Mannheimer Oberligist für die Zusammenkunft mit dem Klub aus der Partnerstadt ein Fußballtrikot mit speziellem Druck zur Verfügung, die Waliser, die in der englischen League Championship, dem Pendant zur deutschen 2. Liga, beheimatet sind, stellten ebenfalls ein Exemplar für eine offizielle Übergabe. „Es ist uns eine besondere Ehre, dass die jahrzehntelange Partnerschaft unserer beiden Städte nun auch über unsere Fußballvereine getragen wird,“ betonte Jonathan Wilsher, PR-Manager von Swansea City. Seit einigen Jahren pflegen die Waliser bereits eine Freundschaft mit dem niederländischen Erstligisten ADO Den Haag, nun soll sich eine Freundschaft zwischen Weiß-Schwarz und Blau-Schwarz manifestieren. So stand es zumindest im Stadionheft des Swansea City FC, das die Ankunft der Friedrichsfelder auch dem breiten Publikum mitteilte.
Zunächst hatte aber der fünfköpfige Tross aus der Quadratestadt mit einer beschwerlichen Anreise zu kämpfen, die durch den Winter-Einzug zu einigen Stolpersteinen führte. Freitag morgens um 2.30 Uhr begann das dreitägige Abenteuer der „Krauts“. Mit fast eineinhalbstündiger Verspätung hob endlich das Flugzeug vom Airport Hahn im Hunsrück ab. Die Folge war klar: Der Anschlusszug in London musste ebenso kampflos hergeschenkt werden wie die vorab entrichtete Buchungsgebühr – dieses Mal lag es dann auch nicht an einer verlegten Oyster-Card oder Verschlafens, wie bei früheren Touren. Dennoch hatten sich die Organisatoren genügend Zeitpuffer eingerechnet, so dass Swansea am frühen Nachmittag erreicht wurde. Hier wurde zunächst das alte Stadion, das Vetch Field, besucht, es folgte eine kurze Visite des Swanseaer Weihnachtsmarktes.
Rechtzeitig machten sich die Waldhof-Fans dann am frühen Abend auf zum 2005 eröffneten, 20.532 Zuschauer fassenden Liberty Stadium, wo sie Gäste des Hospitality-Programms in der Morfa Lounge waren. Es war die erstmalige Begegnung der Stehplatzfans mit dem VIP-Bereich eines Stadions und es dürfte damit auch eine Einzigartigkeit bleiben. Positiv war hier lediglich, dass es bei eiskalten Temperaturen eine willkommene Abwechslung war, im Warmen kurzzeitig aufzutauen. Ansonsten ist das Stadionerlebnis auf den „gewöhnlichen“ Rängen damit nicht zu ersetzen.
Die offizielle Übergabe der Trikots erfolgte dann auf dem Rasen vor der Ligapartie zwischen den Schwänen, wie die Fußballer aus Swansea aufgrund ihres Vereinswappens genannt werden, und dem FC Portsmouth. Brendan Rodgers, Trainer von Swansea City, und Andi Nowey vom Waldhof-Fanclub nahmen die Überreichung der gegenseitigen Geschenke im Beisein aller mitgereisten Waldhof-Anhänger vor dem Anstoß vor. Weiterhin verschenkten die Mannheimer ein gerahmtes Stadionfoto vom Carl-Benz-Stadion sowie eine Packung „Mannemer Dreck“ und einen Schokoladen-Wasserturm. Das Spiel selbst begann sehr erwartungsweckend, denn die Gastgeber starteten sehr unterhaltsam und torhungrig. So ließ der erste Torjubel vor den 17.584 Besuchern gerade mal eine Minute auf sich warten und Swansea lag 1:0 in Front. Zwanzig Minuten später und einem wahren Sturmlauf der Gastgeber erwartete keiner mehr, dass dieses Spiel noch verloren gehen könnte. Im Gegenteil: Es wurde bereits über die Höhe des Sieges diskutiert. Und wenn man dann seine Überlegenheit nicht umsetzt, geht es eben nach hinten los: Kurz vor dem Halbzeitpfiff glich der FC Portsmouth durch David Nugent aus. In der zweiten Halbzeit traf dann Greg Halford zum 2:1 für die Gäste.
Nach dem Spiel ging es dann zurück in die Stadt, wo in einer Rock Bar das Abschlussgetränk des Tages eingenommen wurde. Mit vielen spannenden Eindrücken von Tag eins gingen die großen Erwartungen für Tag zwei einher.
Somit bleibt am Ende festzuhalten, dass nun einige Dinge aus Mannheim die Büroräume im Liberty Stadium in Swansea zieren, die die Gastgeber jedoch an eine sportliche Pleite erinnern.
   

   

   

   

   

2. Aston Villa FC - Arsenal FC    2:4   (27.11.2010)   Villa Park

(wy) Tag zwei in Swansea und nach dem Erlebnis des Vorabends (Swansea City gegen FC Portsmouth 1:2) und einer recht kurzen Nacht hieß es für die fünf Reisenden der Waldhof-„Krauts“, bereits um 5.30 Uhr aufstehen. Ziel des Tages war Birmingham, das in einer dreieinhalbstündigen Zugfahrt zu erreichen war. Der Zeitplan verlangte ein so frühes Wecken, da das Premier-League-Spiel zwischen Aston Villa und dem FC Arsenal als Fernseh-Highlight bereits um 12.45 Uhr angepfiffen werden sollte. Nach den Verspätungen des Vortages war man am zweiten Tag umso mehr auf Pünktlichkeit und Verlässlichkeit von Bahn und Reisenden angewiesen und so erschienen die fünf Friedrichsfelder ohne Verschlafen und frisch geduscht zur Abfahrt, das selbst organisierte Frühstück wurde auf der langen Zugfahrt eingenommen. Rechtzeitig, aber durch mehrere Umstiege etwas Zeit einbüßend, erreichten die „Krauts“ den Birminghamer Stadtteil Aston, wo der Klub auch sein Stadion „Villa Park“ beherbergt. Nach Verlassen der Bahn reihten sich die Mannheimer in den Strom aus weinrot und hellblau (die Vereinsfarben von Aston Villa) ein und marschierten im Verbund mit den Heim-Fans in Richtung Stadion. Begrüßt wird man dort umgehend und von weitem ersichtlich vom altehrwürdigen Pub „The Holte“, das eine bewegte Vergangenheit besitzt. Einst als Fan-Kneipe errichtet, wurde die Kapazität an Spieltagen oft gesprengt, so dass es eine zeitlang geschlossen und erst vor wenigen Jahren wieder eröffnet wurde. Seitdem dürfen aber nur per Lotterie bestimmte Dauerkarteninhaber das Pub an Spieltagen betreten. An dieser Kneipe vorbei erblickt man auch sogleich die monumentalen Dimensionen des Stadions, die das Stadion durchaus größer erscheinen lassen, als es in Wirklichkeit ist. Das Rund macht von außen einfach einen sehr liebevoll gestalteten Eindruck, was schon bei den von Steinlöwen flankierten gusseisernen Hofeingangstoren mit der Aufschrift „Aston Villa Football Club“ anfängt, sich aber über die ganze Anlage mit ihren teils gemauerten und mit Vortreppe gestalteten Fassaden hinzieht. Im Zuge von Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen vor zehn Jahren musste eine angrenzende Straße gar überbaut werden. Die Tribüne fungiert heute also quasi als Brücke über die Straße.
Der Besuch des sogenannten Megastores von Aston Villa blieb dagegen ein kurzes Intermezzo, denn der Laden war dermaßen überfüllt, so dass das Quintett den Anstoß des Spiels sicher nicht miterlebt hätte. Durch die allzu schmalen Stadioneingänge gelangten die „Krauts“ dann ins Innere des Stadions, wo die Treppenaufgänge und Katakomben ganz in den Vereinsfarben gehalten sind. Am Rande des Doug Ellis Stand, der Gegentribüne, verfolgten die Friedrichsfelder nach Hissen der mitgebrachten Fahne das Spiel bei eisigen Temperaturen, aber zögerlichem Sonnenschein. Das Stadion besteht aus vier völlig verschiedenen Tribünenteilen, die auch nicht miteinander verbunden sind. Die Spielstätte bildet somit – im Gegensatz zum Konflikt eines Mitreisenden mit seinem Trolley – eine gelungene Symbiose zwischen kultiger Außenhaut und modernem Interieur.
Während die erste Halbzeit des Spiels die Erwartungen auch hinsichtlich der erwarteten Atmosphäre ganz klar nicht erfüllte (zudem führte Arsenal bereits mit 2:0), entschädigte der zweite Durchgang hierfür voll und ganz. Den Gastgebern gelang es, das Spiel nach der Halbzeitpause offener zu gestalten und den Spielstand zweimal zu verkürzen. Am Ende blieb jedoch trotz allem ein für Birminghamer Verhältnisse enttäuschendes 2:4, der große Favorit aus London hatte sich verdient durchgesetzt. 38.544 Zuschauer wohnten dem Erstligaspiel bei, doch im Moment des Abpfiffs dürfte sich nur noch gut die Hälfte der Besucher im Stadion befunden haben. Leider mussten auch die „Krauts“ das Stadion mit dem Schlusspfiff umgehend verlassen, um den zweiten Termin an diesem Tag wahrzunehmen.
   
   

   

   

   

   

   

3. Boldmere St. Michaels FC - Rocester FC   ausgef.   (27.11.2010)   Trevor Brown Memorial Ground

(wy) Mit dem Schlusspfiff des Premier-League-Spiels Aston Villa gegen Arsenal FC (2:4) galt es für die „Krauts“ auf ihrer Tour, keine Zeit zu verlieren. 25 Minuten standen zur Verfügung, um das sieben Meilen entfernte nächste Ziel zu erreichen. Mit Siebenmeilenstiefeln ging es alsdann in Richtung Bahnstation, wo es kurzzeitig zu einer ungeplanten Aufenthaltsverlängerung kam. Dennoch im gesteckten Zeitraster konnte der Zug bestiegen werden, der die fünf Reisenden zur Station „Chester Road“ brachte. Einem weiteren zehnminütigen Fußmarsch folgend ging es in den Stadtteil Boldmere, wo der englische Neuntligist (Midland Football Alliance) Boldmere St. Michaels FC an diesem Nachmittag den Rocester FC empfangen sollte. Der gastgebende Klub wurde bereits im Jahre 1893 als Kirchensportverein gegründet – in einer Zeit, in der es üblich war, dass solche Gruppierungen in dieser Gegend direkte Aufeinandertreffen vereinbarten. Größter Erfolg des Vereins war der dreimalige Gewinn der Meisterschaft in der Midland Football Alliance (1986, 1989, 1990).
Was sich dann beim Betreten des Grounds jedoch abspielte, war einem Affront gleichzusetzen. Ohne Ankündigung im Internet wurde die Begegnung wegen Unbespielbarkeit abgesagt. Etwas bedauerlich, denn diese unnachahmliche Kulisse einer kleinen, mit drei Sitzreihen versehenen überdachten Tribüne und einem Spielfeld, das so abschüssig war wie die Auffahrtrampe bei einem Autotransporter, hat nahezu nach einem unnachahmlichen Fußballereignis gelechzt.
Doch auch das Alternativprogramm fand dann seine gerechte Würdigung. Im angrenzenden Vereinsheim wurde bei einem stärkenden Getränk die vorhandene, nicht gerade bescheidene Chips-Palette in voller Breite genossen, dazu gab es gute Gespräche mit den Einheimischen. Leider viel zu schnell und ohne Spiel mussten die „Krauts“ dann Boldmere wieder verlassen, ohne zu vergessen, den Gastgeber einen Wiederholungsbesuch zuzusagen. Per Bahn ging es dann zum Flughafen Birmingham, wo der Mietwagen bereit stand, der die fünf Reisenden dann Richtung Ostküste brachte. Norwich hieß dann das nächste Ziel, das sich am späten Abend im „Coach and Horses“ Pub noch von seiner kulinarischen Seite präsentierte. Nach einem deftigen Burger gingen dann aber allmählich die Lichter aus.
   

   

   




4. Norwich City FC - Ipswich Town FC   4:1   (28.11.2010)   Carrow Road

(wy) Tag drei und damit der Abschluss der Insel-Tour für die „Krauts“ war angebrochen und nach einem zünftigen und traditionellen English Breakfast ging es – initiiert vom Kulturbeauftragten des Fan-Clubs – auf einen Stadtrundgang durch Norwich. Die 170.000-Einwohner-Stadt im äußersten Osten Englands zeichnet sich durch eine idyllische und gepflegte Innenstadt aus, die sich einen gewissen Kleinstadtcharakter bewahrt hat. Der Riverside Walk am Ufer des Flusses Wensum bewegte die Fußballfans zu einem ausgedehnten Spaziergang im Schnee. Als kultureller Höhepunkt stand dann der Besuch der normannischen Kathedrale der Heiligen und Ungeteilten Dreifaltigkeit auf dem Programm. Das religiöse Bauwerk wurde von 1096 bis 1145 errichtet und ragt im schönen Stadtkern von Norwich beeindruckend heraus. Voller Stolz erklärten sich die „Krauts“ dann auch bereit, die Möglichkeit, sich als Besucher im Kreuzgang der Kathedrale zu verewigen, wahrzunehmen. Die Spende der Friedrichsfelder soll nun unter anderen als Teil für die Wiederanzucht der Blumenpracht im Kathedralenhof verwendet werden.
Doch natürlich stand an diesem Tag auch der Fußball wieder im Vordergrund. Ziel war das East-Anglia-Derby zwischen den knapp 70 Kilometer entfernten Fußballstädten Norwich und Ipswich. Es handelt sich hierbei um eines der brisantesten und traditionsreichsten Duelle der League Championship. Bereits zwei Stunden vor Anstoß begann ein Polizeihubschrauber, große Kreise in die Schneewolken zu malen, am Bahnhof Norwich machte sich ein Großaufgebot an Polizei und Sicherheitskräften breit. Verwunderlich hingegen blieb, dass rund ums Stadion die Fangruppierungen nicht getrennt wurden, sondern sich Blau-Rot (Ipsiwch) und Kanarien-Gelb-Grün (Norwich) friedlich mischten. So blieb dann auch noch genügend Zeit, um sich bei traditionellen Fish and Chips auf das Spiel einzustellen. Die winterlichen Temperaturen, die selbst in diesem Teil Englands extremen Schneefall zuließen, taten ihr Übriges, dass sich die Friedrichsfelder dann auch noch auf einen großen Becher heißen Tee einließen, Glühwein war dagegen nicht erhältlich. Das Spiel selbst bot dann beste Derby-Unterhaltung und hatte fünf Tore und eine rote Karte sowie eine hitzige und lautstarke Atmosphäre im Repertoire. Und wäre der Unparteiische nicht so gnädig gewesen, hätte ein weitere Ipswich-Akteur wegen einer brutalen Sense vorzeitig das warme Duschwasser genießen können. Mann des Tages war eindeutig Norwichs Grant Holt, der den Rivalen mit drei Treffern nahezu im Alleingang eliminierte. Während der zweiten Halbzeit, als sich die klare Niederlage von Ipswich Town immer deutlicher abzeichnete, dezimierte sich der Gästeblock minütlich. In schöner Regelmäßigkeit wurden Ipswich-Fans von jeweils drei Ordnungshütern unter einem kräftigen „Cheerio“ aus der Heimkurve aus dem Stadion geleitet. Nach dem Spiel rechtfertigte sich dann das große Polizeiaufgebot, dass die Fangruppen trennen musste. Diese beließen es dann über die Polizeisperre hinweg bei einer harmlosen Schneeballschlacht. Der Sieger dieses Duells ist jedoch nicht bekannt. Auf jeden Fall jedoch bildete das heutige Erlebnis den Höhepunkt der Fußball-Reise 2010.
Nach dem Spiel begaben sich die „Krauts“ dann auf den Rückreise-Weg. Per Bahn ging es dann nach Stansted, von wo das Flugzeug die Fußball-Reisenden nach Hahn zurückbrachte. Nach Mitternacht war das Abenteuer in Friedrichsfeld dann beendet. Ein beeindruckender Trip, der etliche tolle Eindrücke im Gepäck hatte, sowie natürlich viel Gesprächsstoff, der in einem Nachtreffen sicherlich noch einmal aufgearbeitet wird.
   

   

   

   

   

   

   

   



Ausflug nach Tauberfranken zum Pokalspiel

(wy) Mit gleich acht Vertretern – ein weiterer ist noch kurzfristig abgesprungen – ging der Fan-Club „Krauts“ aus Friedrichsfeld auf Reise nach Tauberfranken. Nach einer unangenehmen Fahrt über die staugetränkte Autobahn ging es dann über Sinsheim, Mosbach, Buchen und Hardheim nach Uissigheim, einen 600 Einwohner starken Ortsteil von Külsheim. Zahlreiche Stände, die Zierkürbisse in allen möglichen Farben und Formen präsentierten, wurden auf der eineinhalbstündigen Fahrt passiert. Neben der Pfarrkirche St. Laurentius und der Stahlbergkapelle dürfte als nächste Attraktion des kleinen Ortes fast schon der Sportplatz herhalten, an dem der ortsansässige VfR Uissigheim den SV Waldhof im badischen Verbandspokal empfing. Zunächst ging es aber zu einem zünftigen Mittagessen bei Schnitzel und Pommes in die Vereinsgaststätte, ehe man dem Spiel seine Aufmerksamkeit schenkte. Auf den Rängen blieb es unter den 650 Zuschauern – davon etwa 200 mitgereiste Waldhof-Anhänger – wie erwartet ruhig. Die Blau-Schwarzen Kicker erspielten sich den 3:0-Erfolg fast im Schongang. Nach dem Spiel ging es wieder per PKW durch den badischen Odenwald und übers Neckartal, das sich zum späten Nachmittag in herrlichen Herbstfarben hüllte, zurück in die Kurpfalz.



Lauterbourg-Ausflug als Höhepunkt der Linx-Fahrt

(wy) Auswärtsspiele beim SV Linx sind für die „Krauts“ schon immer etwas Besonderes. Bei den letzten Aufeinandertreffen haben die Waldhof-Fans diese Auswärtsfahrt zu dem befreundeten Verein aus Südbaden stets mit einem Ausflug ins benachbarte Elsass verbunden. So ging es am Mittwoch Nachmittag von Mannheim aus mit etwas Verspätung – der Fanclub-Präsident hatte verschlafen – ins französische Grenzstädtchen Lauterbourg, wo eine Halbtagesrast eingelegt wurde. Nach einem zünftigen Flammkuchen wurde die sehr schöne, blumengeschmückte Stadt mit dem herrlichen Place de la République und dem Rathaus erkundet. Der Kulturbeauftragte des Fanclubs hatte einmal mehr einen schönen Rundweg durch das idyllische Städtchen erarbeitet. Nach einem Abschlussgetränk in einem Straßen-Bistro sind die sechs „Krauts“ über die französische Seite Richtung Freistett gefahren, von wo es nur noch fünf Kilometer zum Austragungsort des Waldhof-Spiels sein sollten. Dort angekommen, durfte man sich im bauzaunumrahmten Gästeblock in herrlichster Käfigatmosphäre aufhalten, während die Hühner, die die Mannheimer Autos auf dem Gästeparkplatz begrüßten, mehr Freiheiten für sich beanspruchen durften. Der Stimmung sollte dies keinen Abbruch tun. Am Ende des Spiels stand ein glücklicher 3:1-Sieg für die blau-schwarzen Farben und die „Krauts“ machten sich auf den Heimweg.

   

   

   

   



Luxemburg-Tour 2010

F91 Düdelingen - Randers FC  2:1  (08.07.10) Jos-Nosbaum-Stadion

(wy) Recht spontan haben sich vier Mitglieder des Fanclubs „Krauts“ entschieden, einen halbtägigen Ausflug in das Nachbarland Luxemburg zu unternehmen. Bei strahlendem Sonnenschein und tropischen Temperaturen ging es per Auto in das Fürstentum und nach etwas mehr als zwei Stunden war das Ziel des Tages, Düdelingen, erreicht. Die 18.000 Einwohner große Stadt nahe der französischen Grenze ist die drittgrößte Gemeinde des kleinen Landes. Das Sightseeing-Programm, das durch den Kulturbeauftragten des Fanclubs genehmigt wurde, umfasste die 1904 erbaute neugotische Pfarrkirche St. Martin im Herzen von Düdelingen sowie das attraktive Rathaus als Startpunkte. Außerdem wurde das Kennedy-Stadion besichtigt, bevor es zu einem Nachmittagsgetränk in eines der einladenden Bistros rund um die Kirche ging. Den Abschluss und Höhepunkt des Kurztrips bildete dann der Besuch des Qualifikationsrückspiels um die 1. Runde in der Europa League zwischen dem heimischen F91 Düdelingen und dem dänischen Vertreter Randers FC. Die Skandinavier hatten das Hinspiel mit 6:1 für sich entschieden, so dass das Rückspiel in Luxemburg nur noch statistischen Wert besaß. Bei wüstenähnlichen Temperaturen verfolgten die „Krauts“ – nach Anbringung ihrer Stadionfahne – die Partie von der Gegentribüne aus und genossen aus der Stehposition beste Ausblicke auf Spielfeld und Zuschauer. Nachdem die Gäste mit 1:0 in Führung gingen, dürfte wohl auch der letzte Zuversichtliche im Stadion mit einem Weiterkommen der Luxemburger abgeschlossen haben. Trotz der Wende zum 2:1 für Düdelingen gelang das Wunder aber nicht mehr, die Heimmannschaft wurde aber für ihr engagiertes Auftreten von den 636 Zuschauern mit Applaus verabschiedet. Erfreulich dann am Ende, dass der SV Waldhof trotz Fünftligazugehörigkeit auch in Luxemburg erkannt und positiv bedacht wurde. Und das, obwohl der SV Waldhof als klassenhöchster Mannheimer Verein nicht die Stadtfarben trägt. Übrigens ebenso wenig wie der VfB Stuttgart, der Karlsruher SC oder Hertha BSC Berlin.

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   



UK-Tour 2009


1. Airbus UK Broughton - Bala Town FC  0:1   (04.12.09)   The Airfield

(wy) Während der SV Waldhof gegen die Sportfreunde Lotte (1:1) im heimischen Carl-Benz-Stadion um Punkte und Tore kämpfte, machten sich vier Mitglieder des Fanclubs „Krauts“ aus Friedrichsfeld sowie ein Gast auf ins Mutterland des Fußballs, um zu den Wurzeln des Fußballs zurückzukehren. Freitag morgens begann das Abenteuer für die fünf Anhänger, um mit einem Billigflieger, der an dieser Stelle ungenannt bleiben möchte, von Hahn aus nach Stansted zu reisen. Per knapp dreieinhalbstündiger anschließender Zugfahrt war mit Chester im Nordosten Englands das erste Etappenziel der Reise erreicht. Die 80.000-Einwohner-Stadt an der Grenze zu Wales war weihnachtlich sehr schön hergerichtet und lockte mit ihrer wunderschönen Altstadt zu einem kleinen Rundgang ein, bevor es per Taxi in das nur wenige Meilen entfernte Broughton ging. Diese Kleinstadt erfährt einzig nur dadurch Berühmtheit, dass es eine Produktionsstätte für die Tragflächen aller Airbus-Flugzeugtypen besitzt. Der ortsansässige Fußballklub ist seinerzeit aus einem Werksverein hervorgegangen und trägt noch heute den Namen Airbus UK Broughton. Der erste Spielort war damit erreicht. Da der Besuch der Friedrichsfelder angekündigt war, wurden die Fünf auch dementsprechend euphorisch und freundschaftlich empfangen, kaum, dass sie dem Taxi entstiegen waren. Unmittelbar wurde von den Ordnern des Stadions die Auslosung der WM-Gruppen an die Deutschen herangetragen und darüber diskutiert. Nach einer kurzen Einkehr im Sportheim des Klubs und einem Blick in das Stadionheft, dem das Auftreten der „Krauts“ ein Bericht wert war, ging es in das Stadionrund. Eine Sitzplatztribüne, die derzeit knapp 200 Besuchern Platz bietet sowie drei Reihen Sitzschalen auf der Gegenseite im Anbau an die Spieler- und Sprecherkabine waren die einzigen Gelegenheiten, das Spiel nicht auf den – im Laufe der Tour noch strapazierten – Füßen stehend betrachten zu müssen. Doch eines vorweg: Der Platz sollte locker reichen, denn die Zuschauerzahl an diesem Abend betrug insgesamt gerade 201. Das Spiel auf dem durch Regen strapazierten Untergrund war kampfbetont und nur von wenigen spielerischen Elementen geprägt. Nur der eisige, nieselregengeschwängerte Wind störte beim Betrachten der Partie. Es war schon interessant, eine erste Liga eines anderen Landes im optischen Rahmen eines in Deutschland vergleichbaren Kreisligisten wahrzunehmen. Das Empfinden des Spielniveaus ging in eine äquivalente Richtung, was den Eindruck des Erlebnisses jedoch in keinster Weise schmälern soll. Die Gäste vom Bala Town FC – der Klub war erst kürzlich in die Welsh Premier League aufgestiegen – waren zum ersten Mal im Stadion „The Airfield“ zu Gast und bestimmten die Begegnung. Folgerichtig gingen die Gäste, die eine stattliche Anzahl an eigenen Anhängern mitbrachten, zehn Minuten vor dem Spielende durch eine Direktabnahme von John Toner in Führung. Trotz letzter Bemühungen und einer vierminütigen Nachspielzeit von Schiedsrichter Michael Jones, der durch seine internationale Erfahrung wohl der prominenteste Aktive auf dem Feld war und eine gute Leistung bot, gelang es Airbus UK Broughton nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen. Mit vielen Eindrücken, vielen netten Gesprächen und heiteren Geschichten ging es nach dem Spiel erneut ins Sportheim, wo wenig später auch beide Mannschaften und das Schiedsrichtergespann auftauchten und friedlich gemeinsam zu Abend speisten und Gespräche austauschten. Auch die „Krauts“ wurden in das ein oder andere Gespräch freiwillig oder unfreiwillig verwickelt. Auffällig war, dass nahezu jeder Besucher des Stadions und des Sportlerheims den Ablauf der „Krauts“-Tour 2009 kannte, obwohl dies direkt nur einer Person zugetragen wurde. Der Buschfunk in dem busch- und baumfreien Stadion schien also hervorragend zu funktionieren. Den Ausklang bildete der Besuch in einem Pub in Chester, wo sich dann abschließend ein Fazit sehr stark zementierte: Das war Freundlichkeit made in Wales. Im Nachgang dürfen sich die „Krauts“ darauf freuen, in der nächsten Ausgabe des Stadionheftes von Airbus UK Broughton (gegen Llanelli FC) mit einem Nachbericht zu erscheinen. 
   

   

       

   

   

   



2. Barnet FC   (05.12.09)   Underhill Stadium

(wy) Früh aufstehen hieß es nach der ersten (kurzen) Nacht der Fan- und Erlebnisreise der Friedrichsfelder Waldhof-Krauts, um von Chester, der ersten Stadionetappe, den Schnellzug nach London zu bekommen. Dennoch gelang es einer Zimmerbesatzung, den angesetzten Morgenappell zu boykottieren und zehn Minuten vor der geplanten Zugabreise den Frühstückssaal des Hotels zu stürmen. Hier konnte zwar noch ein Schauspiel miterlebt werden, wie ein britischer Hotelgast sehr offensichtlich mit dem kontinentalen Frühstück nicht ganz einverstanden war und die dezibel-Stärke der fallenden Frühstückstabletts austestete. Der Zug, der einen Zeitpuffer beinhaltet hatte, war jedoch weg und so musste dann sehr minutiös weiter verfahren werden. Vierzig Minuten später saß das Quintett dann im nächsten Zug und die nächste Etappe hieß Barnet, ein im nördlichen Gürtel von London gelegener Stadtteil. Durch ein kurzfristig verlegtes U-Bahn-Ticket eines der „Krauts“ verspätete sich die Ankunft in Barnet nochmals um einige wichtige Minuten. Hier sollte das A-Jugend-Ligaspiel Arsenal gegen Chelsea stattfinden. Auf die Minute genau waren die Krauts dann bei schönstem Sonnenschein am Underhill Stadium in Barnet angekommen und waren von dieser kultigen alten Stadionkomposition dermaßen in Trance versetzt, dass nur mit verspäteter Enttäuschung festgestellt wurde, dass hier an diesem Tag kein Spiel stattfinden würde. Der FC Barnet, der hier in der Regel seine Heimspiele austrägt, spielt derzeit in der League Two, der englischen vierten Liga und leiht sein 5.300 Zuschauer fassendes Stadion hin und wieder für die Nachwuchs- und Reserveteams von Arsenal aus. Dennoch ist das Stadion eines der altehrwürdigsten Londons und hat den gewissen britischen Charme, inmitten eines Wohngebietes zu liegen. Das ehrgeizige Vorhaben mit zwei Spielbesuchen an einem Tag – später stand ja noch das Spiel Queens Park Rangers gegen Middlesbrough FC an – war somit vorzeitig ad acta gelegt. Durch einen Schnellkontakt in die Heimat wurde dann der verlegte Spielort mit dem Trainingsgelände von Arsenal lokalisiert. Dieses lag von Barnet jedoch ungefähr so weit entfernt, wie der Big Ben von seinem gastronomischen Namensvetter in Friedrichsfeld. Somit ging es zurück in die Stadt, wo das neue Hotel bezogen wurde, ehe wenig später der Trip zum nächsten Highlight anstand, dem Stadion Loftus Road von Queens Park Rangers.


   

   

    

    

       

3. Queens Park Rangers - FC Middlesbrough  1:5   (05.12.09)   Loftus Road Stadium
 
(wy) Nach dem Fehlschuss mit dem versuchten Spielbesuch in Barnet ging es nach dem Hotel-Check-In für die Friedrichsfelder „Krauts“ ab zum nächsten Ereignis. Und hier wartete auf die Waldhof-Fans eines der nostalgischsten und kultigsten Stadien in der britischen Arena-Landschaft. Nicht allein, dass das Rund inmitten eines Wohngebietes im Londoner Stadtteil Shephard’s Bush steht, es erfüllte auch im Gesamtbild die Erwartungen an die englische Stadion- und Fankultur. Zuerst aber ging es zur Stärkung der strapazierten Gemüter nach Verschlafen, Zug-Verpassen und Geisterspiel  in den am Stadion angrenzenden Imbiss, wo per Schnellproduktion das schlechteste Fastfood aller Zeiten über die Theke wanderte. Doch schnell vergessen, die Vorfreude und Spannung auf das Ereignis überwog und so ging es auf einem offiziellen Weg über den Hinterhof des Imbissgebäudes in einen kleinen Park, von wo man in die Ellerslie Road gelangte, in der sich auch die gleichnamige Sitztribüne (Ellerslie Road Stand) der „Krauts“ befand. Das Stadion „Loftus Road“ wurde 1904 erbaut und zuerst vom ortsansässigen Shepherd’s Bush FC genutzt. Doch schon bald wurde dieser Verein seiner Existenz beraubt und der Klub Queens Park Rangers zog 1933 in das Stadion, das seither nur wenige Veränderungen erfuhr und in dem die „Super Hoops“ (die tollen Gestreiften), wie der Klub Queens Park Rangers wegen seiner traditionellen Trikots genannt wird, seither seine Heimspiele austrägt. So auch an jenem Nachmittag, als die Partie der zweiten englischen Liga zwischen den Queens Park Rangers und dem FC Middlesbrough anstand. Backsteingemäuer sowie Stacheldrahtumrandungen zierten das für Menschen ohne Stadionästhetik zugegebenermaßen trostlos wirkende Äußere. Eigentlich ließen nur die weit herausragenden Flutlichtmasten und die bei sechs Grad in kurzärmligen Trikots auftretenden Fußballfans erkennen, dass es sich an dieser Stelle nicht um ein gut bewachtes Militärgelände handelt. Nach einer weiteren flüssigen Stärkung am Getränkestand ging es dann endlich in die heiligen Hallen, und den alten Charakter des Stadions bekamen die fünf Friedrichsfelder auch alsbald am eigenen Leib zu spüren. Die Sitzschalen waren zur Erhöhung der Stadionkapazität so nah aneinander angebracht, dass während des Spiels ein heruntergefallener Gegenstand – lassen wir es ein Stadionheft für den anspruchsvollen Preis von 3 Pfund sein – unmöglich aufgehoben werden konnte, ohne dass per Lawineneffekt die gesamte Sitzreihe ins Rotieren kam, um einem Einzelnen das Aufstehen zu ermöglichen. Das Erlebnis weiterhin positiv prägend unterstützte dann auch die Tatsache, dass sich die Sitzplätze der „Krauts“ in Reihe B in Luftlinie gerade einmal zwei Meter von der Seitenauslinie des eng angrenzenden Spielfeldes entfernt befanden. Fußball auf höchstem Niveau hautnah, konnte das Fazit der Platzeinnahme umschrieben werden, denn das Spiel offenbarte alles, was man von einem Spitzenspiel der englischen zweiten Division erwarten konnte. Eine effektive Spielzeit, die um einen nicht zu verachtenden Teil größer als die eines deutschen Ligaspiels ist, sowie Tempofußball vom Feinsten und insgesamt sechs Tore wurden geboten. 5:1 hieß es am Ende für die Gäste aus Englands Norden, die einen sehr effektiven, aber an diesem Nachmittag ausgesprochen erfolgreichen Fußball zelebrierten. Pfiffe gab es vom eigenen Anhang der Queens Park Rangers keine – in Deutschland undenkbar. Die Miene des Vereinsmaskottchens „Spark“ der Queens Park Rangers verfinsterte sich in der Halbzeitpause komischerweise auch nicht. Der in der zweiten Halbzeit einsetzende Regen förderte das Kampfspiel der beiden Teams umso mehr und somit wurde für die fünf Gäste aus Friedrichsfeld größtmögliches Spektakel geboten. Durch die wegströmenden Fanmassen hindurch ging es dann nach dem Schlusspfiff zur Bahnlinie und zurück ins Stadtzentrum, wo am Abend noch ein gemütlicher Rundgang über die festlich geschmückte Tower Bridge und dem anderen Themseufer zum London Eye und zu Piccadilly Circus und Leicester Square anstand. Zwar tat sich hier ausgerechnet der Gastreisende der „Krauts“ mit der Essensfindung sehr schwer, doch wurden am Ende auch dieses Mal wieder alle Hunger gestillt. Erstaunt von dem unglaublich regen Treiben an diesem Platz in London sowie von den Eindrücken des (langen) Fußballtages ging es dann zurück in die Hotelumgebung, wo nach dem ein oder anderen Getränk dann der Weg in die Betten gefunden wurde.


   

   

   

   

   

   

   

   

4. FC Fulham - AFC Sunderland  1:0   (06.12.09)   Craven Cottage

(wy) Mit dem Spiel FC Fulham gegen AFC Sunderland endete der Fußball-Kurztrip der „Krauts“ durch Großbritannien. Vor Spielbeginn bot sich den fünf reisenden Friedrichsfeldern jedoch noch ein Luxus, der sich im bisherigen Reiseverlauf noch nicht offenbart hatte: Zeit. Somit durfte sich der mitgereiste Kulturbeauftragte des Fanclubs auch geflissentlich austoben. Aufgrund der nassen Überraschung, die sich an jenem Vormittag von oben ergoss, pendelte man zwischen der Entscheidung, die Stamford Bridge (das Stadion vom FC Chelsea) oder das London Dungeon (Gruselkabinett) zu besuchen. Letztendlich zeigte sich das Wetter ebenso kompromissbereit wie der Kulturbeauftragte und es ging bei sich aufklarendem Himmel zu Big Ben, Houses of Parliament, Buckingham Palace und Hyde Park. Um die Mittagszeit fuhren die „Krauts“ dann per Doppeldeckerbus Richtung Fulham, ein im Südwesten des Zentrums gelegener Stadtteil Londons, der den gleichnamigen Fußballklub beherbergt. In der Nähe des Stadions, das sich in den Ausläufern des Bishop Parks befindet, ging es alsbald in das Pub „Eight Bells“, wo sich einheimische Fans und auch Anhänger des AFC Sunderland gemeinsam aufhielten. Als sich die Bewegungsfreiheit aufgrund immer weiter einströmender Fans jedoch so sehr einschränkte, dass selbst Stubenfliegen Selbstmord begehen würden, verließen die „Krauts“ die Schänke wieder. Doch der Schwenk in Richtung Stadion geriet erneut ins Stocken durch ein Fanclub-Mitglied, das sich ausgerechnet in dem Fish-and-Chips-Laden anstellte, das in der westlichen Hemisphäre wohl am langsamsten zu arbeiten schien. Danach hielt die „Krauts“ aber nichts mehr auf und der Weg durch den Park in Richtung Stadion wurde ausgiebig genossen. Und hätte man nicht die prägnanten Flutlichtmasten herausragen gesehen, hätte es durchaus passieren können, dass die Friedrichsfelder an der Arena, die von außen wie ein backsteingemäuertes Fabrikgebäude wirkt, gnadenlos vorbeimarschiert wären. Für hiesige Verhältnisse ist kaum vorstellbar, dass sich hinter dieser Fassade und dem in einem der Ecken befindlichen, an ein Schwarzwälder Bauernhaus erinnernden Gebäude ein Stadion befindet, in dem UEFA-Pokal-Partien ausgetragen werden. Seit 1896 finden an dieser denkwürdigen Stätte Fußballspiele ihre Ausrichtung und es scheint, als könnte sich dieser Platz den Charme jener Zeit bis heute bewahren. Als den „Krauts“ dann auch noch Maskottchen Billy erschien, war es um die Zurückhaltung der Fußball-Touristen geschehen. Zwar zerstörte das Maskottchen die prägnante Frisur eines der „Krauts“, doch machte Billy seine Verfehlung durch Posieren für ein Gruppenfoto wieder wett.
Auch die Stadionkatakomben hinterließen einen bleibenden und unnachahmlichen Erinnerungsfleck in den Erinnerungen der Mannheimer. Als die Kugel dann endlich rollte, startete die Partie äußerst vielversprechend, denn der Ball schlug nach sieben Spielminuten bereits zum ersten Mal in den Maschen des Sunderland-Tores ein: 1:0 für Fulham. Doch nun wurde den „Krauts“ auch bewusst, was es bedeutete, dass bei den Heimspielen in Craven Cottage die wenigsten Tore in der gesamten Liga fielen. Zwar behielt das Spiel sein Tempo und eine effektive Spielzeit wie üblich bei britischen Ligaspielen bei, doch wurde die Eleganz und Spannung durch viele technische Unzulänglichkeiten und Unvermögen abgewertet. Für die Engländer wohl nichts Neues, offenbarte sich für die „Krauts“ zur Halbzeit dann noch ein ungewöhnliches Wetterphänomen. Der zuvor noch strahlend blaue, nahezu wolkenlose Himmel war dem Dunkel der Nacht gewichen und urplötzlich fing es an, aus allen Rohren zu schütten. Zwar befanden sich die Sitzplätze der Waldhof-Fans in einem noch weitgehend regengeschützten Bereich, doch bei einem leichten Windstoß prasselte ein kurzer Regenteppich auch auf die „Krauts“ hernieder. Nichtsdestotrotz genossen die Fußball-Reisenden das Erlebnis des Spiels bis zur letzten Minute, ehe es im Eiltempo zum Hotel und dann auf direktem Wege Richtung Flughafen ging. Nach der Landung in Hahn und der Ankunft in Mannheim endete die dritte Tour mit wunderbaren und bleibenden Eindrücken – die nächste Tour kann kommen.

   

   

   

   

   

   

   

   

   



WM-Quali Cardiff

Wales - Deutschland    0:2  (01.04.09)  Millennium-Stadium

   

   

   

   

   

   



Euro-Tour 2008


1. Deutschland - Polen      2:0   (08.06.08)   Wörthersee-Stadion Klagenfurt

   

   

   

   


2. Österreich - Deutschland  0:1   (16.06.08)   Ernst-Happel-Stadion Wien

   

   

   

   



England-Tour 2008


1. Hartlepool United F.C. - Cheltenham Town  0:2   (19.01.08)   Victoria Park

   

       

   

   


2. Birmingham City F.C. - Chelsea F.C.      0:1   (20.01.08)   St.Andrew's Stadium

   

   

   

   


3. Manchester City F.C. - West Ham United     2:1   (21.01.08)   City of Manchester Stadium

   

   

   

   


4. Liverpool F.C. - Aston Villa F.C.      2:2   (22.01.08)   Anfield Road

   

   

   

   



England-Tour 2007


1. Southend United F.C. - Queen's Park Rangers  5:0   (12.02.07)   Roots Hall


   

   

   

   


2. Reading F.C. - Aston Villa F.C.  2:0   (13.02.07)   Madejski Stadium

   

   

   

   

 

3. Portsmouth F.C. - Manchester City F.C.  2:1   (13.02.07)   Fratton Park

   

   

   

   

4. Arsenal F.C. - Wigan Athletic F.C.  2:1   (14.02.07)   Emirates Stadium

   

       

   

   



StartseiteNewsDer FanclubBildergalerie Letztes SpielTourenImpressum
© 2011 Waldhof-Krauts 06